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Ausflug zur Ausstellung
„100 JAHRE Rennsport in BÖHMEN“ im Technischen Museum in Prag Im März 2002 fuhren wir mit einem kleinen Mercedes-Bus (23 Plätze) der Firma Thomas Wehrle am frühen Morgen gen Richtung der Goldenen Stadt Prag. Allerdings hatten wir weder Gold noch die Sehenswürdigkeiten von Prag im Sinn, was wohl sonst normale Touristen interessiert hätte. Wir wollten zur Sonderausstellung des Nationalen Technischen Museums Prag : „100 Jahre Rennsport in Böhmen" Wir waren überzeugt, dass es dort einige seltene Jawa´s und CZ´s zu sehen gibt . Und die gab es wahrlich zu bestaunen!!! Eine derartige Ansammlung historischer tschechischer Rennsportmotorräder wird es in den nächsten Jahren laut internationaler Fachpresse kaum noch einmal zu sehen geben. Und das wollten wir natürlich nicht verpassen.Im Bus hatten wir eine super Stimmung (alle 23 Plätze waren belegt) und nachdem wir uns auf dem Vietnamesenmarkt mit diversen Getränken (Sekt für unsere Frauen, Bier für die Herren und „Zündkerzen“ für Alle) versorgt hatten, jagte ein Witz den anderen! Gegen Mittag erreichten wir Prag und parkten oberhalb der herrlichen Altstadt. Direkt im Zentrum fanden wir eine urtümlichen Gaststätte in der alle Platz fanden, und in der auch alle nach und nach und nach ein gutes Essen bekamen. Leider hat es halt ein bisschen länger gedauert, wahrscheinlich war der Koch mit der gleichzeitig einfallenden hungrigen Meute überfordert! Nach dem Essen ging es endlich zum Ziel unserer Reise, zur Ausstellung der berühmten JAWA- Rennsportmaschinen!!! Das Technische Museum sah von außen leider nicht so berühmt aus, aber ein Transparent kündigte die Sonderausstellung an. Lesen konnten wir es allerdings nicht, aber erahnen!!! Jetzt ging es aber endlich rein. Der Eintrittspreis wahr für deutsche Verhältnisse lächerlich! Auch unsere Frauen konnten es kaum erwarten, die Motorräder zu sehen( ha,ha,ha). Aber sie wurden nicht enttäuscht, denn im Museum gab es weit mehr zu sehen als olle Schrotthaufen. Da wurde die gesamte technische Entwicklung des 19. Jahrhunderts aufgezeigt, vom Radio über die Fotografie bis hin zur Medizintechnik war wirklich alles zu sehen und sehr anschaulich dargestellt. Es war für jeden etwas Interessantes dabei, trotz das man eigentlich die ganzen Erklärungen nicht lesen konnte. Am eindruckvollstes war natürlich die riesige Ausstellungshalle, die über alle vier Stockwerke reichte.Man kann nur jedem raten sich das einmal selbst anzuschauen. Es lohnt sich! Nun wollten wir aber endlich zur Ausstellung, die im obersten Stockwerk aufgebaut war. ZUR AUSSTELLUNG: 100 Jahre Rennsport in Böhmen Nachdem alle die Ausstellung in Augenschein genommen hatten und die technischen Diskussionen kein Ende nehmen wollten, kam noch ein unerwartetes Highlight dazu. Es fand nämlich zur gleichen Zeit noch die Nationale Tschechische Motorradmesse statt, die wir natürlich auch noch besuchen mussten. Das Ende der Ausfahrt schob sich zwar dadurch weit nach hinten heraus, aber wir hatten den Bus ja ganz für uns allein gemietet und keiner wollte das eigentlich verpassen. Vor dem Messegelände begrüßten uns schon zwei standesgemäß angereiste Jawafans, auf ihren modern gestylten Oldtimern!!! Keiner sollte sich jetzt darüber aufregen, denn es war ja bei uns (in der DDR) auch nicht anders. Man denke nur an die vielen AWO Chopper und die 350er Jawa´s mit schmalen vorderen und abgesägten hinteren Kotflügel. Außerdem werden so überhaupt Oldtimer am Leben gehalten und bleiben somit der Nachwelt erhalten. Irgendwann findet sich vielleicht jemand und freut sich über die gute Restaurierungsbasis die er da vorfindet! In der Halle wurde natürlich sofort der Jawa- Stand auf gesucht, oder besser die zwei Jawa- Stände. Denn man muss ja wissen das Jawa immer noch produziert und damit eine der am ältesten noch bestehenden Motorradhersteller ist! Zwei Stände deshalb, weil sich die ehemalige Sportabteilung in Divisov vom Stammwerk in Prag getrennt hat und weiterhin sehr erfolgreich Sandbahn- und Speedway- Motorräder produziert. Allerdings steht es um die wirtschaftliche Situation beider Firmen nicht besonders gut. Die Produkte können uns Jawafreunde vom Produkt- Leistungsverhältnis und überhaupt in allen überzeugen. Welcher Oldtimerfreund kann denn schon von sich behaupten, das seine MOTORRADMARKE noch produziert wird. Da bleiben nicht viele übrig!!! Wünschen wir den Jawa- Leuten eine glückliche Hand damit sie uns noch Lange erhalten bleiben.Star des Jawastandes war natürlich der 350er CHOPPER mit altem Tank und viel Chrom. Auch auf dem Stand von JAWA Divisov,a.s. gab es allerhand zu sehen. Mit solchen Maschinen müsste man mal ein paar Runden drehen können! Das macht bestimmt riesigen Spaß! Nachdem wir nun wirklich viel gesehen hatten, machten wir uns auf die Heimreise. Unterwegs machten wir noch einmal halt in einen abgelegenen Gutshof, welcher eine herrliche Gaststätte beherbergte in der wir gut zu Abend aßen und noch ein paar Bierchen tranken. Auch im Bus gab es noch feine Leckereien zu trinken und wir hatten bis nach Hause noch mächtig viel Spaß. Spät in der Nacht kamen wir, dann allerdings erschöpft, wieder in unserer Vogtlandheimat an. Allen Beteiligten hat es großen Spaß gemacht und wir freuen uns schon auf den nächsten Ausflug.Ich hoffe ich konnte Euch etwas an unseren Ausflug teilhaben lassen! Euer Jawafreund Andree´Maaske |
